No guilty pleasure, just true love: Die Kerzen

Ab kommenden Sonntag dürfen Sie wieder auf keinem Adventskranz fehlen: DIE KERZEN. Heller sie nie brannten, wenn sie in diesem Jahr mit ihrer EP EROTIK INTERNATIONAL den Sound zum Fest der Liebe liefern.

„Ok, wow. Was ist war denn?!“ hat sich dieser Blog gefragt, als auf einer Geburtstagsparty nur noch zwei übrig waren und man sich gegenseitig den neusten Musikshit auf Youtube über einen Beamer und Leinweind vorspielte. „Kennst du schon Die Kerzen?“ sagte Jonas grinsend. Eine Frage, die man im kommenden Jahr wohl häufiger hören wird. Die Band aus Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern, irgendwo im nirgendwo, nunmehr in Lüneburg und Berlin wohnend, ist jüngst bei Staatsakt unter Vertrag genommen worden. Am heutigen Freitag steht ihre erste EP in den Startlöchern und wird ohne Zweifel Herzen höher schlagen lassen. Charmanter Retro Pop, musikästhetische Zitate der 80er und liebliche Texte sorgen für viel gutes Gefühl. Grund genug, dieser Formation mal nachzugehen und mit Super Luci, Schlagzeuger der Band, ein Bierchen trinken zu gehen.

Dass es über DIE KERZEN im Netz noch nichts zu lesen gibt und es legitim ist, alle banalen Fragen zur Entstehung der Band und zu ihrem Sound zu stellen, freut mich. „Jetzt frag aber nicht, warum wir DIE KERZEN heißen“, sagt der Luci lachend. „Das war nämlich eigentlich so …“

Gemeinsam muszierten Die Katze, Fizzy Blizz und Super Luci schon seit sechs Jahren in einem anderen Bandprojekt, was eher indielastig war. Irgendwas packte sie aber nach einer Bandprobe und sie schrieben in kürzester Zeit aus dem Bauch heraus den ersten DIE KERZEN Song Baby Motoride.

Im Anschluss drehten sie in Eigenregie ein Musikvideo und luden es auf Youtube hoch. Alles an einem Wochenende, wie im Rausch. Im selben Augenblick verabschiedeten sie sich damit von dem Anspruch fordernde, schwer tiefgründige Indietexte zu schreiben, ohne dabei jedoch anspruchslos oder albern zu werden. „Es hat sich irgendwie so ergeben; wir hatten einfach Bock uneitle, romantische Popmusik zu machen. Ohne uns dafür zu schämen, eine Musik ohne guilty pleasure.“ erklärt Luci. Es ist Musik, die einfach Spaß macht. Ein weiteres Licht der Band ist seit dem Sommer Jelly del Monaco geworden. Damit der Kerzen-Sound auch live gespielt werden kann, unterstützt sie die drei Jungs als Keyboarderin. Als musikalischen Einfluss nennt mir Luci Tears for Fears. Ihr Sound ruft aber nicht nur Assoziationen zu dieser Popgruppe hervor. Die Namen der Bandmitglieder erinnern an Bands der frühen Neuen Deutschen Welle. An Menschen wie Blixa Bargeld von Die Einstürzenden Neubauten. „Ja, aber wir haben keine tiefere politische Bedeutung, wir haben keinen Auftrag mit der Musik, wie diese Leute.“ sagt Luci. Maurice vom Label Staatsakt hat es wohl so zusammengefasst. „Die Kerzen werden den Hörern das Lieben lehren.“

Liebe ist also das Programm. Und Super Luci sagt noch: „Die Kerzen sind Post-Ironie.“ Eine explizite Definition dieses Terminus bekommen wir auch nach dem dritten Bier nicht zusammen. „Jedenfalls“, so stellen wir fest, „ist die Kerzen-Musik eher eine hedonistische, vorurteilsfreie Märchenwelt.“  Und wahrscheinlich braucht der Zeitgeist aktuell genau das.

Zieh es dir live rein

22.12.18   Die Kerzen, LOHRO Studio Rostock

23.12.18   Die Kerzen, Orangerie Ludwigslust

16.01.19   Die Kerzen + Die Gruppe König, Café Klatsch Lüneburg

17.01.19   Die Gruppe König + Die Kerzen, Tsunami Club, Köln

18.01.19   Die Gruppe König + Die Kerzen, Blau, Saarbrücken

19.01.19   Die Gruppe König & Girlfriend + Die Kerzen, Sanderhaus Kassel

20.01.19   Die Grupe König & Rote Planeten + Die Kerzen, MS Stubnitz Hamburg

23.02.19   Die Kerzen als Support für Culk, Monarch Berlin

30.03.19   Die Kerzen, VITAMIN Reutlingen.

 

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