Sommer//Musik

Was für Musik brauchen wir in der schwitzigsten & hellsten Jahreszeit? Was will ich im Sommer hören? Wenn ich bei offnem Fenster schlafe; extra große T-Shirts anziehe, damit sich beim Fahrradfahren der Fahrtwind darin verfängt; wenn die Sonnenmilch griffbereit im Bad steht und ich mich frage, wie ich jetzt den Erdbeereisfleck aus meinem neuen weißen Kleid bekomme … Ja, unbeschwerte Töne dürfen es sein! Pop und leichte Sounds, die meine nackten Füßchen in den Sandalen wippen lassen, Musik zu der ich meine Hände in den Strandsand grabe oder mit den Fingern durchs Gras fahre, während ich mich am See oder Fluss in der Sonne goldbraun backen lasse. Leichte Gitarren, Disco Sounds und Reggae Melodien wenn ich abends dann ein Alster trinke, oder auch zwei, und Kartoffelsalat mit Bratwürstchen esse …. Ich habe sechs Alben zusammengestellt, nicht nur Neuerscheinungen, von denen ich denke, dass Sie euch einen herrlichen Sommersoundstrack bescheren. Es ist ein frischer Cocktail aus Pop, Funk/Soul, Indie und elektronischen Sounds. Und auch, wenn es ein verregneter Sommer werden sollte – Ich denke mit dieser Kompanie an Alben wird wenigstens das Feeling sommerlich … Denn wir wissen ja, „egal ob du schwitzt oder frierst, Sommer ist, was in deinem Kopf passiert.“

GRACE JONES: DISCO 
Keine Ahnung wer Grace Jones ist? Egal, mit der drei CD’s starken Disco Kompilation haltet ihr ein Kompendium von Jones Schaffen in den Händen und habt Euch schon einen Überblick verschafft. Die aus Jamaika stammende Jones legte erst eine steile Modelkarriere hin, und fing dann Ende der 70er an freshe Disco Musik zu produzieren. Außerdem hing sie mit Andy Warhol, Truman Capote, Keith Haring, Michael Jackson und Debbie Harry im sagenumwobenen Studio 54 in New York ab, dann drehte sie einen Film mit Arnold Schwarzenegger … Genug, lasst Euch selbst mit dieser Stilikone durch den Sommer treiben.
Grace Jones: Disco; Island Records; 2015. Mp3: 24,99€.

 

LITTLE SCREAM: CULT FOLLOWING 
2016, das Jahr, in dem die Ikonen starben … Nach Bowie auch Prince, und das Geheul in der Social Media Welt war groß. Hinsichtlich des Umgangs mit dem Tod von Künstlern die mir gefallen (haben), plädiere ich für die Variante Südamerikas, die eher feiert, dass der jeweils tote Mensch unter uns weilte, statt in tiefe Trauer über sein Ableben zu verfallen … Ich freue mich darüber, dass es Prince und all die anderen, tollen Ikonen gegeben hat – Ihre Musik wird ohnehin unvergessen bleiben und ihr Einfluss auf die Musikwelt ist und bleibt nachhaltig. So finde ich auch, dass das neue Album von der nordamerikanischen Band Little Scream definitiv von Prince irgendwie wenigstens angehaucht ist. Wie schön!

Elektrischer Sommerpop, süße Töne mit bisweilen bitteren Texten. So herrlich wie ein leichter Sonnenbrand, der sich schnell in goldene Bräune verwandelt…. hmmm!
Little Scream: Cult Following, Cargo Records, 2016. Vinyl: 23,4o€, MP3: 7.99€.

 

 

THE WAR ON DRUGS: LOST IN THE DREAM 
Die Melodien laufen unter der Rubrik „Summertimes Sadness“ – Ein bisschen melancholisch, gleichzeitig fordernd und sehr kraftgeladen. Das Album Lost in The Dream erschien bereits 2014, das macht aber nichts, für mich ein Evergreen bzw. EverSummerSetOfHits. Denn mit diesem Album kann man sich tatsächlich wunderbar in durch Sommersonnenhitze verursachte Tagträume verlieren … und erschreckt hochfahren wenn sich dann ein Freud oder Freundin in nassen Badeklamotten auf einen schmeißt, während man selbst herrlich zu der Stimme von Adam Granduciel hingedöst hat (Man  kann sich dann später dafür unbedingt mit Spritzern aus der Wasserpistole revanchieren!)

Für mehr Infos: Der Zeitung DIE ZEIT hatte es damals auch gefallen.
The War on Drugs: Lost in the dream, 2014, Secretly Canadian. Vinyl: 19.99€, MP3: 8.99€.

 

THE ROOTS OF CHICA: PSYCHEDELIC CUMBIAS FROM PERU
Die beste Kompilations von Südamerikanischer Psychedelic Rock Musik, die ich kenne. Lässiger Rock, zu dem sich wunderbar auf Sommerparties knutschen und langsam schwingen lässt. Reggaegrüße und spanische Texte beamen dich in eine neue, fremde, heiße Welt.
The roots of chica: Psychedelic Cumbias From Peru, Various Artists, 2007, Barbès Records. Vinyl: 26,34 €, MP3: 8.99€.

 

ADA: MEINE ZARTEN PFOTEN
Auch ein altes Album, von 2011, jedoch ein echter Sommerklassiker – Dazu schlürft es sich gut auf Balkonen oder in huscheligen Bars eine frische Limo … Sanft tragen einen die geloopten, elektronischen Klänge und die feinen Gesänge in laue Sommernächte … Vorallem der spanisch anmutende, von herrlichem Gitarrenzupfen getragene Song „Likely“ hat es mir angetan …! Überhaupt lohnt es sich besonders auf die Songtexte zu hören …
ADA: Meine zarten Pfoten, 2011, Pampa Records. MP3 Download: 7,99€.

https://soundcloud.com/adaofficial/sets/ada-meine-zarten-pfoten

 

JOASIHNO: MESHES
Zu guter Letzt, Neues von den Notwist Machern … Mit Meshes schenken sie uns Klangexperimente, die ganz ohne Gesang auskommen und sich anhören, wie sich frisches, kaltes Wasser auf der Haut nach einem langen heißen Tag anfühlt …
Joasihno: Mesches, 2016, Alien Transistor, Vinyl: 19.99€, MP3: 7€.

Stream über GROOVE: http://groove.de/2016/05/03/joasihno-meshes-alien-transistor-premiere/

HAPPY SUMMER FÜR EUCH; EURE SASKI

 

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